Ukraine – Doktrin des Regimewechsels. Ganz nach Plan von NATO und den USA


geschrieben von Peter Christian Nowak

Im Zusammenhang mit der Ukraine Krise werden nun auch Forderungen aus Lateinamerika laut, die USA und die NATO sollten sich in Osteuropa zurückhalten.
In Lateinamerika haben sich Staaten zu einer Allianz des friedvollen Miteinanders zusammengeschlossen, das sie zunehmend nach ihrer Meinung  negativen Einfluss der USA gefährdet sehen.

Logo des ALBA-Bündnisses

Die Länder der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerika (ALBA) haben in der Generalversammlung der Vereinten Nationen die USA und die NATO aufgefordert, die „Doktrin des Regimewechsels“ aufzugeben, um Regierungen, die ihren Interessen entgegenstehen, zu stürzen.

Ein prorussischer Demonstrant in DonezkProrussischer Demonstrant

In einer kürzlich in New York gehaltenen Debatte über die Krise in der Ukraine haben Bolivien, Kuba, Ecuador, Nicaragua und Venezuela sich in der ALBA zusammengeschlossen, um zu warnen, dass diese Doktrin eine der größten Bedrohungen für Frieden und Sicherheit weltweit sei, abgesehen davon, dass sie eine Verletzung der UN-Charta und des Völkerrechts darstelle.
Mit Argusaugen scheint man von Südamerika über den Atlantik nach Europa zu schauen. Man spricht von einer „Destabilisierungspolitik“, die man von den USA kenne, und die nun auch in Europa zur Anwendung käme. Man glaubte, die Zeiten des Kalten Krieges wären vorbei. Aber die Scharfmacher des Pentagon, mit den Instrumenten CIA und NSA, haben beschlossen, den Kalten Krieg wieder aufleben zu lassen.
Die USA wissen die „Doktrin des Regimewechsels“ hervorragend und zielsicher umzusetzen. Darin haben sie im Umgang mit lateinamerikanischen Staaten exzellente praktische Erfahrung.
Die EU und die westlichen NATO-Staaten lassen sich von den USA in dieser Beziehung vereinnahmen.

Derweil macht man sich in der Ostukraine so seine eigenen Gedanken: Nikolai Bogdanow erscheint um 8 Uhr morgens auf der Erdoberfläche. Die ganze Nacht hat er in mehr als 400 Metern Tiefe nach Kohle gegraben. Der 38-jährige ukrainische Bergarbeiter hat andere Sorgen als den politischen Zirkus in Kiew oder gar eine drohende russische Invasion: „Ich will, dass meine zwei Töchter einen Universitätsabschluss schaffen und gut heiraten“, sagt Bodganow. „Der Bergbau ist nicht die Zukunft, hier schuften wir wie die Ameisen. Wir brauchen neue Technologien und eine neue Wirtschaft.“
Im Donbass, dem industriellen Osten der Ukraine, wo der gestürzte Präsident Viktor Janukowitsch die meisten Unterstützer hatte, scheiden sich die Geister. Einerseits bangen viele um ihre Jobs in den gigantischen metallurgischen Betrieben aus Sowjetzeiten, wenn die neue Kiewer Regierung sich endgültig nach Europa wendet. Andererseits ist fast jedem klar, dass die ukrainische Industrie ohne Modernisierung nicht mehr auf dem Weltmarkt mithalten kann.
Schon ohne die äußere Bedrohung durch Russland steht das Land vor dem Kollaps. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nannte die ukrainische Wirtschaft sogar ihre „größte Sorge“. Selbst mit den versprochenen Milliarden aus der EU und den USA ist die Lage prekär, denn ein strenger Reformkurs ist unvermeidlich, und er wird hohe soziale Kosten mit sich bringen. Der Internationale Währungsfonds hat Hilfen von bis zu 18 Milliarden Dollar bewilligt – verbunden mit harten Auflagen. Gleichzeitig muss die Ukraine mit russischen Wirtschaftssanktionen rechnen. Seit Anfang des Jahres hat die ukrainische Hriwnja ein Viertel ihres Werts gegenüber dem Dollar eingebüßt.
„Wir wollen stolz auf die Ukraine sein“
„Ich sehe eine Annäherung an die EU positiv, aber nur wenn unsere Konzerne gleichgestellt werden und wir sie weiterhin besitzen werden“, sagt Bogdanow.

Glaube nicht, dass sich der Wunsch Bogdanows erfüllen wird, wenn IWF und EU die Sanierung vornehmen müssen, weil Russland dem Westen beim Bezahlen großzügig den Vortritt lässt. Das Gezerre um die Ukraine wird Deutschland und die EU noch böse auf die Füße fallen. Denn letzten Endes wird Amerika „die Unkosten“ nach Europa abschieben.

***

„Wir wollen stolz auf die Ukraine sein.“ – Die Bergarbeiter sind zurückhaltend, wenn es darum geht, auf die Straße zu gehen und dort Politik zu machen. Doch Bogdanow und seine Kumpel wissen genau, womit die neue Regierung anfangen sollte: mit dem Kampf gegen die allgegenwärtige, alltägliche Korruption. (Quelle: ZeitOnline)

In der Ukraine spielen die Interessen des amerikanischen und europäischen Großkapitals eine Rolle. Das sind die wirklichen Strippenzieher. Das sind die Gewinner.
Das Selbstbestimmungsrecht, die Freiheit der Völker, wie sie als nicht verhandelbare Werte in der UN-Charta festgelegt sind, spielt im Machtspiel der wahren Mächtigen keine Rolle.
Es ist ihr Spiel – das Spiel der „Illuminaten“, die Konstrukteure der Neuen Weltordnung.

Machtpoker um die Ukraine – Im Visier des Großkapitals

 

 

 

 

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